Antonelli wählt Monza für seine Motorenstrafe

Mercedes hat bestätigt, dass Kimi Antonelli beim Italien-GP einen komplett neuen Antrieb erhält. Der WM-Führende startet bei seinem Heimrennen damit im hinteren Feld. Kalender, Überholmöglichkeiten und Zuverlässigkeitsbedarf machen Monza laut den Berechnungen des Teams zum besten Ort für die Strafe.
Antonelli hat 242 Punkte und liegt 59 vor George Russell und Lewis Hamilton, die jeweils 183 haben. Dieser Puffer erlaubt eine Entscheidung für die ganze Saison, macht das Rennen aber nicht harmlos. Lando Norris liegt 83 Punkte zurück und gewann zweimal in Folge. Eine schlecht geführte Aufholjagd, eine Berührung oder ein weiteres Problem könnten den geplanten Verlust stark vergrößern.
Toto Wolff erwartet nicht, dass Mercedes die Saison mit beiden Autos innerhalb der Motorenzuteilung beendet. Der Wechsel ist also vorbeugend und keine Folge eines für dieses Wochenende angekündigten Defekts. Die genaue Rückversetzung hängt von den gemeldeten Komponenten ab, doch die Formel 1 rechnet bereits mit einem Start im hinteren Feld.
Monza wird für den Führenden zum Management-Rennen und für die Verfolger zur Chance. Russell kann für Mercedes aufholen, Hamilton und Ferrari erhalten zu Hause eine Öffnung. Antonelli muss vor allem verhindern, dass Ungeduld im Verkehr die kalkulierten Kosten des neuen Motors vervielfacht.

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