Nr. 16
F1Analyse

Auf dem Madring rücken die Fahrer schon jetzt das Qualifying in den Fokus

Die Formel 1 lernt am Freitag den Madring kennen, ohne Daten aus einem früheren Grand Prix auf diesem Kurs. Die Strecke ist 5,414 Kilometer lang, hat 22 Kurven und wird am Sonntag über 57 Runden befahren. In den Simulationen haben sich mehrere Schwierigkeiten gezeigt: Bremsen bei gleichzeitigem Lenken, blinde Kurven zwischen nahen Mauern, Höhenunterschiede und der Kompromiss zwischen dem Überfahren der Randsteine und Stabilität in schnellen Kurven.

Der Einsatz elektrischer Energie bringt eine weitere Unbekannte hinzu. Nach den von Alex Albon angesprochenen Simulationen könnten mehrere Kurven je nach Fahrzeugleistung mit 90 bis 100 Prozent Gas gefahren werden. Wenn mehr Grip und weniger Kraftstoff an Bord später Vollgas ermöglichen, verändert sich der Bedarf an elektrischer Unterstützung. Die Teams müssen diese Veränderungen vorwegnehmen, damit die Energie im Qualifying nicht an den falschen Stellen eingesetzt wird.

Die Fahrer erwarten zudem wenige Überholmöglichkeiten, abgesehen von Positionsgewinnen beim Start oder über die Strategie. Charles Leclerc will deshalb die Geschwindigkeit auf einer Runde priorisieren; Albon hält ein in der Streckenmitte platziertes Auto für schwer zu überholen. Im Training müssen die Teams diese Erwartungen mit der Realität abgleichen und die Abstimmung verfeinern, ohne das Verhalten des Autos auf längeren Stints zu vernachlässigen.

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