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MotoGPAnalyse

Bagnaia findet auf der Ducati seine Orientierung nicht mehr

Die Nullrunde in Aragón verlängert eine Krise, die Francesco Bagnaia inzwischen als Sackgasse beschreibt. Nach Platz elf im Sprint und seinem Sturz am Sonntag auf Rang sieben blieb der Italiener zum zweiten Mal in Folge nach Silverstone ein ganzes Wochenende ohne Punkte. Seine am Montag veröffentlichten Erklärungen reichen über den Sturz hinaus: Er kann seine Ducati nicht mehr natürlich fahren.

Bagnaia verortet das Problem am Hinterrad. Nach fünf Runden habe er wegen des starken Rutschens eine Motorabstimmung mit weniger Leistung gewählt. In Runde sechs verlor er erst das Heck und dann das Vorderrad, als das Motorrad wieder Haftung fand. Das ist seine Beschreibung des Ablaufs, noch keine bestätigte technische Diagnose der eigentlichen Ursache.

Der Vergleich fällt deutlich aus: Alle anderen Ducati-Fahrer erreichten am Freitag direkt Q2, er musste durch Q1. Ihre Leistungen beweisen aber nicht automatisch, dass sein Vertrauen oder Fahrstil die Differenz erklärt. Entscheidend bleibt das Zusammenspiel von Abstimmung, Reifen und Gefühl.

Sein Sprint-Sieg in Brünn vor der Pause zeigte, dass Verbesserungen möglich sind. In Misano muss er zunächst ein berechenbares Verhalten und über mehrere Runden haltbares Tempo finden, bevor eine Rückkehr aufs Podium zum Thema wird.

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