Auch Russell braucht eine Motorenstrafe, Mercedes sucht noch den Termin
Die für Kimi Antonelli in Monza geplante Motorenstrafe wird nicht das einzige Opfer von Mercedes sein. Laut Bradley Lord muss auch George Russell Komponenten über sein Kontingent hinaus austauschen. Wo das geschieht, steht noch nicht fest. Wenn möglich, will das Team vermeiden, beide Autos beim selben Grand Prix mit einer Rückversetzung starten zu lassen.
Frühere Defekte haben den Vorrat nutzbarer Teile verringert. Antonelli soll eine vollständige Antriebseinheit erhalten und in Italien vom Ende der Startaufstellung losfahren. Bei Russell beeinflussen die Vorfälle in Kanada und Ungarn die Planung. Es geht um die sportliche Folge eines Materialwechsels, nicht um eine Disziplinarstrafe.
Andrew Shovlin erklärt, Mercedes erwarte mit den Autos von 2026 bessere Aufholmöglichkeiten in Monza: Angriffschancen und die begrenzte verfügbare Energie dürften eine Verteidigung an jeder Stelle erschweren. Das ist eine Prognose des Teams und keine Garantie für eine leichte Aufholjagd. Verkehr, tatsächliches Tempo und Zwischenfälle können den Preis verändern.
Mercedes möchte diese Positionsverluste verkraften, solange es in beiden Meisterschaften einen Vorsprung hat. Zeitlich versetzte Wechsel erhalten außerdem die Chance auf ein gut positioniertes Auto. Offen ist nun Russells Rennwochenende. Ihm sollte kein Termin vorzeitig zugeschrieben werden.

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