Márquez gewinnt Aragón in zwei Etappen und nimmt die Verfolgung auf

Marc Márquez hat am Sonntag den Grand Prix von Aragón vor Pedro Acosta und Marco Bezzecchi gewonnen. Zusammen mit seinem Sprintsieg am Samstag holt der Ducati-Pilot alle 37 möglichen Punkte und rückt bis auf 19 Zähler an Jorge Martín heran. Sein vierter Sonntagssieg 2026 ist zugleich sein achter in der Königsklasse in MotorLand. Doch die rund 1,7 Sekunden Vorsprung im Ziel verdecken ein Rennen, das er erst wieder in den Griff bekommen musste.
Das erste Hindernis entstand bei seiner eigenen Vorbereitung. Márquez erklärte, er habe vergessen, die Vorrichtung zum Absenken des Motorradhecks zu deaktivieren. Nach seinem Angriff in Kurve eins lag die Ducati in der folgenden Passage zu tief. Bezzecchi und Martín zogen vorbei. Die sichtbaren Funken waren seiner Schilderung zufolge deshalb kein Hinweis auf einen neuen Defekt, sondern Folge eines Bedienfehlers. Er überholte Martín rasch wieder und schloss zum Führenden auf.
Das entscheidende Manöver gegen Bezzecchi begann in Kurve 15 und setzte sich Seite an Seite auf der Geraden fort. Acosta nutzte den Zweikampf, um ebenfalls an der Aprilia vorbeizugehen. Danach blieb die KTM im Windschatten von Márquez: Mit der Führung war das Rennen noch nicht entschieden. Erst nach der Halbzeit erhöhte der Ducati-Pilot sein Tempo dauerhaft und baute einen Vorsprung auf.
Dieser Ablauf erklärt den Wert des Ergebnisses. Márquez musste einen Fehler korrigieren, die Spitze zurückerobern und genügend Tempo bewahren, um sich vom weiterhin hartnäckigen Acosta abzusetzen. Bezzecchi wurde von der Pole aus Dritter, Alex Márquez und Martín komplettierten die ersten fünf. Drei Hersteller standen auf dem Podium, doch der Sieg ging an Ducati.
Aragón bestätigt vor allem, wie gut Márquez eine seiner stärksten Strecken nutzen kann. Dieselbe Überlegenheit in Misano ist damit nicht garantiert. Dort muss er diese Effizienz auf einem anderen Streckenprofil wiederholen, ohne zunächst eine selbst verschuldete Schwierigkeit aus der ersten Runde ausbügeln zu müssen.

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