Zehn Testtage: Bulega geht mit einem von mehreren Fahrern als unfair bezeichneten Vorteil in 2027
Nicolò Bulega verfügt bereits über ungewöhnlich viel Erfahrung mit Ducatis kommender 850-ccm-MotoGP. Der zukünftige VR46-Pilot hat rund zehn private Testtage auf der neuen Maschine mit Pirelli-Reifen absolviert, während viele aktuelle Stammfahrer ihre 2027er Motorräder erst beim Valencia-Test am 1. Dezember kennenlernen werden.
Der Abstand wird noch größer: Bulega darf auch an den beiden Shakedown-Tagen in Sepang teilnehmen, die unter anderem Testfahrern und Rookies vorbehalten sind. Pol Espargaró nennt die Situation ‘unfair’, weil Bulega Motorrad, Reifen und mehrere Strecken in dieser Konfiguration bereits kennt. Auch Fabio Di Giannantonio hält die Vorbereitungschancen nicht für gleich.
Kritik und Reglement müssen dennoch getrennt werden. Bulega verstößt gegen keine bekannte Regel: Ducati nutzt lediglich die derzeit erlaubten Möglichkeiten seines Entwicklungsprogramms. Álex Márquez relativiert zudem den Vorteil anderer Fahrer, die bereits 850-ccm-Maschinen getestet haben, und sieht Bulega als den einzigen Fahrer mit einem wirklich großen Vorsprung. Diese Debatte dürfte den Beginn der neuen technischen Ära begleiten.

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