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MotoGPAnalyse

Oguras Ausfall verändert den Titelkampf sofort

Ai Ogura wird den Grand Prix von Aragón verpassen. Der Trackhouse-Pilot brach sich bei einem Trainingsunfall in Japan die linke Hand nahe dem Daumen. Nach seiner Rückkehr nach Europa ergab die Untersuchung, dass am Donnerstag operiert werden muss. Aprilia-Testfahrer Lorenzo Savadori übernimmt sein Motorrad; einen Termin für Oguras Rückkehr nennt das Team noch nicht.

Der Ausfall wirkt sich direkt auf die WM aus. Ogura ist mit 203 Punkten Dritter und liegt 37 Zähler hinter Jorge Martín. Genau 37 Punkte werden an einem kompletten MotoGP-Wochenende in Sprint und Grand Prix vergeben. Selbst bei einem Nuller von Martín kann Ogura seinen Rückstand in Aragón also nicht verkürzen. Marco Bezzecchi liegt bereits sechs Punkte vor Ogura, während Marc Márquez und Fabio Di Giannantonio drei beziehungsweise vier Punkte hinter dem Japaner liegen. Diese beiden Verfolger können ihm damit direkt den dritten Rang abnehmen.

Die Verletzung kommt zu Beginn der härtesten Kalenderphase: zehn Grands Prix in vierzehn Wochen. Damit kann ein Trainingsunfall zum sportlichen Wendepunkt werden, weil jede verpasste Runde auch weniger Zeit lässt, den Rennrhythmus zurückzugewinnen. Bestätigt sind der Ausfall in Aragón und die Operation; Prognosen für spätere Rennen sind verfrüht, bis Trackhouse über den Eingriff informiert.

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